Bergen 25.07.2017

7:00 Uhr klingelte der Wecker, zeitig genug um die Einfahrt nach Bergen zu genießen.
Wir frühstückten ausgiebig und genossen dabei wieder einmal den schönen Blick aus dem Clubrestaurant.
Zurück auf der Kabine erreichte uns ein Anruf von der deutschen Hostess, der aufgefallen war das unser Ausflug nicht im Today stand. Sie meinte wir sollten uns den Treffpunkt sparen und direkt vor das Schiff gehen, wo sie uns erwarten würde.
Wir staunten dann nicht schlecht als wir statt zu einem Bus gebracht zu werden einen BMW mit Chauffeurin und Reiseführer vorfanden. Wir hatten als einzige diesen Ausflug gebucht und so hat Costa das für uns individuell organisiert, ein herzliches Danke dafür denn in so einem Fall rechne ich eher mit einer Absage.
Der Reiseführer stellte sich als Stefan vor, sprach ausgezeichnet Deutsch und klärte mit uns ab was wir sehen wollten und an welchen Themen wir Interesse haben. Wir passten gut zusammen, Interesse für Natur und Geschichte, das konnte nur gut werden.
Also verließen wie nach kurzer Fahrt das Auto wieder und besuchten die Burg und den Rosenkrantz-Tower. Danach ging es nach Bryggen, hier war die deutsche Hanse in ihrer Blütezeit gut vertreten und so mancher wurde durch den Handel mit Stockfisch (den die Norweger nicht essen) reich.
Bevor die Massen kamen erreichten wir die Floiban und genossen dann den Ausblich auf Bergen und unser Schiff. Stefan bot uns an ein wenig spazieren zu gehen und erwies sich als Kenner von Flora und Fauna hier, wir verbrachten eine wunderbare Zeit in dem –noch-stillen Wald.
Nach der Abfahrt erwartet uns unsere Chauffeurin um zur königlichen Residenz Gamlehaugen zu fahren. Ein sehr hübsches kleines Schloss mit großem Park und einen schönen Ausblick auf den Nordåsvannet.
Danach fuhren wir noch zur Stabkirche, ein beeindruckender Holzbau und eine Kirche die in ihrer Schlichtheit gefiel.
Schon waren 5 Stunden wie im Flug vergangen, wir wurden wieder am Schiff abgeliefert und hatten einen unvergesslichen Vormittag.


Jetzt waren wir hungrig und kamen ziemlich auf die letzte Minute zum Mittagessen.
Danach entschieden wir uns für einen Verdauungsspaziergang durch Bergens Altstadt, alles hübsch und einladend, wenn man von den Preisen absieht. Am Fischmarkt war ich dann doch froh satt zu sein denn für Pommes und Backfisch eben mal 33€ zu bezahlen muss nicht sein. Ein Bier oder Glas Wein schlug mit 10-14€ zu Buche.
Wir hatten ja tolles Wetter aber wir fragten uns was man macht, wenn es kalt ist und regnet und man muss sich überlegen das ein Gang ins Pub oder Kaffeehaus dann mit solchen Preisen endet.
Auch an Souvenirs kauften wir –außer einem Kühlschrankmagneten nichts. Nur mal so zum Vergleich: Bari 1,50€, Venedig 3€, Bergen 8€.


Zurück auf der Favolosa war die Ausfahrt spannend, es gab viel zu sehen.

Bergen
Heute besuchten wir auch die Show, Roberto Sinagoga war da, ich schätze diesen Tenor und Musicalstar sehr, der Abend war ein Genuss.
Danach der VIP Empfang, wie immer nett, vor allem die anderen Stammgäste und den einen oder anderen Bekannten zu treffen.


Heute Abend hatte der Maître uns einen Tisch für das Hauptrestaurant reserviert, zweite Tischzeit, italienischer Abend, wir hatten uns sehr darauf gefreut.
Aber leider bestätigte sich hier der durchwachsene Eindruck, den wir auf unseren letzten zwei Reisen gewonnen haben, wieder.
Warum bitte spart man so an Hilfspersonal das Kellner, die einen ausgezeichneten Job machen, kaum noch Zeit haben diesen gut zu machen. Da wo es früher ein nettes kurzes Gespräch gab muss man heute froh sein seine Bestellung und die Bitte um ein zweites Getränk los zu werden.
Und das erlebe ich bei Personal das ich vollkommen anders von früheren Kreuzfahrten kenne.
Es liegt eindeutig am fehlenden Personal. Bitte liebes Costa Team, das hat Euer Personal nicht verdient. Das frühere Highlight des Tages wird zum Essenfassen. Wobei ich sagen muss das das Essen ausgezeichnet war, aber es fehlt vollkommen dieses besondere Costa Feeling. Keine Zeit für Serviettenservice, keine Zeit zu schauen ob der Gast ein leeres Glas hat, keine Zeit für ein paar Worte zwischendurch. Der Stress ist mehr und mehr auch für den Gast spürbar. Abgesehen davon das auch für die Kellner das ganze unbefriedigend ist, wer gerne einen guten Service macht und das nicht mehr kann wird irgendwann frustriert aufgeben.
Auch sehr unangenehm war einer der Fotografen. Normalerweise genügt ein Nein um in Ruhe gelassen zu werden, vor Allem wenn man mitten beim Essen ist. Dieser aber war so aufdringlich das er erst eine Diskussion mit mir versuchte, sich dann an meinen Mann wendete mit der Bitte mich doch zu überzeugen. Wir wurden ihn erst los als wir mit einer Beschwerde drohten.
Wir ließen den Abend noch bei einem Glas Wein ausklingen und fielen todmüde nach diesem langen Tag ins Bett.

 

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