Olbia

13.09.2015

In Olbia hatten wir vor einen Leihwagen zu buchen um die Costa Smeralda zu erkunden. Leider war es von Deutschland aus nicht möglich für einen Sonntag einen Wagen vorzubuchen.
Aber es gab Stimmen im Forum und in Reiseberichten sie berichteten das es vor Ort auch am Sonntag kein Problem war ein Auto zu bekommen. Also Wecker gestellt, gefrühstückt und dann mit dem Shuttlebus(kostenlos) in den Ort gefahren. Dort kam die erste Ernüchterung: Kein Auto verfügbar und beide Leihwagenstationen Sonntag geschlossen. Wahrscheinlich ist Mitte September schon Nachsaison…….
Wir überlegten was zu tun sei, um das letzte Taxi stritten sich 3 Paare, einen Linienbus gab es auch, das erschien mir aber aufgrund der doch relativ kurzen Liegezeit und dem Umsteigen müssen zu abenteuerlich, ich möchte meinem Schiff nicht hinterherwinken müssen.
Also nahmen wir einfach den nächsten Hop-On, Hop-Off Bus, 10€ pro Pax, der nach einer kurzen Stadtrundfahrt in die Bergige Landschaft abbog, und einige Blicke von weiten auf Strände und auch den Beginn der Costa Smeralda werfen lies, bevor er uns am Strand von Pittulongu ablud mit dem Hinweis das stündlich ein Bus kommt mit dem wir zurück fahren können.
Also 2 Stunden Auszeit, feiner Sand und klares Wasser, für mich als Warmduscher mit 24°C zu kalt, mein Mann allerdings genoss es. Was nervte waren extrem aufdringliche Strandverkäufer, die zu dutzenden alle dasselbe Anboten. Ich habe eine Optische Sonnenbrille und trug einen Pajero, was also sollte ich mit ner Zweiten Sonnenbrille und einem zweiten Tuch?

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Der Bus fuhr uns jetzt direkt zum Hafen, wo es dann durch das neu gebaute Hafengebäude in den Hafen ging, von dort konnte man zu Fuß oder per Costa Shuttle wieder zum Schiff, wer also keine langen Wege zu Fuß zurücklegen kann steigt einfach vor dem Hafengebäude aus, passiert die Kontrolle und steigt am Hinterausgang wieder in den Bus. Wer mit dem Hop-On, Hop-Off Bus kommt kann einfach auf den Shuttlebus warten oder, so wie wir, den Hafen auf eigene Faust durchqueren.

Hafenbebäude
Das Mittagessen wollten wir heute wieder in Servicerestaurant einnehmen und das Gesicht des Kellners, der uns einen schönen Platz zuwies kam mir bekannt vor, ein Blick aufs Namensschild verriet es sofort, Cesare Hernandez, der Tischkellner unserer ersten Cruise stand vor uns.
Allerdings mit deutlich weniger Haaren als vor 5 Jahren.
Sofort wurde der Maitre dazugeholt und geklärt dass wir ab sofort am Abend in seinem Servicebereich essen werden.
Wir hatten bei diesem Mittagessen viel zu lachen, da ich in meinem Fotoalbum am Handy ein Bild von Cesare und meinem Junior hatte wurde dies überall herumgereicht und Cesare zeigte jedem stolz seine damalige Haarpracht.
Nach dem Essen zog es uns noch einmal in die Stadt, wir wollten Olbia besichtigen.
Aber da gab es jetzt nicht wirklich viel und da am Sonntag auch noch alle Läden geschlossen waren, waren auch kaum Menschen unterwegs.

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Nachdem auch ein paar Gewitterwolken aufzogen machten wir uns auf den Rückweg zum Schiff und dort erwartete uns dann die nächste schlechte Nachricht: Trapani war wegen den Windverhältnissen gestrichen, wir würden dafür Palermo anlaufen.
Also nix mit Erice, darauf hatte ich mich besonders gefreut.
Aber: wenn dann mal wieder ein Schiff gegen die Pier gedrückt wird wäre man über so eine Entscheidung froh gewesen.
Das Auslaufen beobachteten wir auf Deck 12, es ging auch an „unserem“ Strand vorbei.

Olbia Hafenausfahrt
Wie versprochen erschienen wir diesmal gleich zur Öffnung des Restaurants, wo der Maitre uns schon erwartete und  zum Tisch geleitete. 3 2er Tische vorm Fenster, so gestellt das man zu zweit saß, dennoch aber mit den Tischnachbarn ein Gespräch führen konnte.
2 Ältere Damen und ein älteres Ehepaar saßen neben uns.
Ceasare brachte uns blitzartig die gewohnten Getränke, die anderen hatten noch nicht einmal bestellt, AI und gewisse Gewohnheiten haben auch Vorteile 😉
Natürlich drehten sich die Tischgespräche hauptsächlich um die leider erfolgte Routenänderung, alle waren sich einig das es schade war das Trapani ausfällt. Wer keinen gebuchten Ausflug hat und kein Internet, für den, und das betraf die beiden älteren Damen, ist es schwierig so spontan den nächsten Tag zu planen. Hier würde ich mit wünschen dass Costa bei Routenänderungen nicht nur dies lapidar per Zettel mitteilt sondern zum neuen Reiseziel auch ausführliche Informationen liefert.

Danach entschied sich mein Mann die Show von Bauchredner Samuel Barletti zu besuchern. Dieser ist wohl der Gewinner der Italienischen Version von „Deutschland sucht den Superstar“
Ich begann mit diesem Reisebericht und verpasste dadurch den großen Auftritt meines Mannes, der auf der Bühne landete. Aber was solls, das Video der Aufzeichnung sollte uns den Rest der Reise an jedem Totem, im Theater und am Fotoshop verfolgen.
Wir schauten noch in der Grand Bar vorbei, tanzten ein paar Runden was recht interessant war, da sie Grand Bar am Bug des Schiffes liegt merkte man hier den Wellengang heute recht deutlich und gegen Mitternacht zog es uns dann doch auf die Kabine nicht ohne vorher noch einen Blick auf das sehr unruhige Meer geworfen zu haben.

Die See zeigte sich rau, dazu ein starker aber warmer Wind und so schaukelten wir im Schlaf Palermo entgegen.

weiter nach Palermo

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