Salerno

17.09.

Heute standen wir nicht zu spät auf, wir wollten das zweite Schiff um 9:40 Uhr in Richtung Almalfi und Positano erwischen.
Während dem Frühstück genossen wir den herrlichen Blick auf Salerno und die darüber thronende Burg.
Da wir den Tag anders verplant hatten kam ein neuer Hafen auf die To-do Liste, Mittelmeer, mit Dir sind wir noch lange nicht fertig 😉

Fahrplan: http://www.travelmar.it/it/orari
Die Entfernung vom Liegeplatz zu dem kleinen Hafen von Salerno, in dem die Ausflugsboote abfahren beträgt 2,3km, der Hafenausgang eher unschön, eine große Baustelle oder besser Bauruine? Es wirkte schon so als wäre die Baustelle schon länger da. Dann aber eine wunderschöne Strandpromenade, Blumen, Palmen, alles sehr gepflegt.
Um die Boote in Richtung Positano zu erreichen muss man auf der Mole um das ganze Hafenbecken herumlaufen man sollte also für die Strecke schon genügend Zeit einplanen und bedenken dass man ja auch noch Tickets braucht.

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Wir kamen ziemlich als letzte Gäste an, ergatterten aber dennoch einen Platz draußen und die Fahrtzeit von 70 Minuten nach Positano verging wie im Flug, hatte man doch immer an der Küste etwas zu entdecken. Ein wenig schauklig war das Ganze auch, hat aber umso mehr Spaß gemacht.

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In Positano angekommen nutzen wir die noch vorhandene Energie und kletterten Stufe um Stufe in den oberen Ortsteil um dann langsam durch die Gassen wieder herunter zu schlendern. Wer ausgefallene Strand-und Sommerkleidung sucht ist hier richtig, von preiswert bis unbezahlbar gab es alles.
Mein Mann interessierte sich dann doch eher für das eine oder andere Auto, so kamen wir beide auf unsere Kosten.

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Die Restaurants recht teuer, dafür das sie selten einen Blick aufs Meer freigaben. Am Strand dann noch teurer, aber es gibt eine kleine Self Service Pizzeria, Getränke können zum kleinen Preis an der Bar daneben geholt werden, das passte dann und war lecker.
Der Strand lockte, bei über 30°C und so kam ich auf die dämliche Idee meinem Mann die Schuhe in die Hand zu drücken und barfuß an der Wasserkante zu laufen. Aber das ging hier gar nicht, die Steinchen hatten eine unmögliche Größe, passten prima zwischen die Zehen, schmerzten und dazu sank man noch so ein dass man keinen Schritt vorwärts kam. Merke: das nächste Mal gehören meine Badeschuhe ins Gepäck, wenn es an die Amalfi-Küste geht.
Wunderbar hier, es blühte überall, vom Herbst noch keine Spur.

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Mit dem Schiff ging es dann nach Amalfi.
Bei der Anfahrt entdeckten wir einen Waldbrand, recht nah am Ort, zwischen einigen Häusern. Ein wenig Qualm, ein glimmern und rasend schnell entwickelten sich meterhohe Flammen. Klar, es war ja überall extrem trocken. Da dort die Hauptzufahrt nach Amalfi langgeht erfuhren wir später das Costa Ausflügler, wie auch die Linienbusse über eine Stunde dort festsaßen. Die ganze Sache ging Gott sei Dank glimpflich aus, die Feuerwehr konnte zwar nicht schnell löschen, den Brand aber unter Kontrolle halten.

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In Amalfi war es dann deutlich geschäftiger als in Positano, nach der Hafenmole erwartete uns erst einmal ein Busparkplatz und ein Gewirr an Reisegruppen, Mopeds, es war ein starker Kontrast zu dem beschaulichen Positano.
Man betritt die Stadt über die Porta della Marina, ein recht unscheinbarer Durchgang hinter dem die eigentliche Stadt beginnt.

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Wir entschieden uns zu einem Spaziergang durch den Ort und da wir immer Durst haben für eine Pause bei einem Aperol Spritz. Nachdem im Ortskern die Preise den Touristen angepasst waren erlebten wir hier eine Überraschung.
Die Ristobar „La Dolche Vita“ ein recht einfaches Lokal (Piazza Spirito Santo) wartet mit günstigen Preisen auf, ein Aperol Spritz ist für 4,90€ zu haben, dazu werden Knabbereien gereicht. Das Essen sah auch gut aus.

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Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Dom von Amalfi, so ziemlich das einzige was hier daran erinnert das Amalfi um 920 eine eigenständige Seerepublik war, die älteste Italiens.
Amalfi zählte im 11. Jahrhundert 50000 Einwohner (heute ca 6000). Ein Seebeben im 14. Jahrhundert beendete den Höhenflug.
Den Dom St, Andrea betritt man über eine wunderschöne Freitreppe mit 67 Stufen. Wer diese schafft ohne einmal Luft zu holen hat, so sagt man, einen Wunsch frei.
Das Bronzeportal stammt aus dem Jahr 1061, gestiftet von einem Kaufmann auf Amalfi der in Konstantinopel arbeitete, Globalisierung gab es also damals auch schon.

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Links geht es zur Kasse, 3€ Eintritt sind zu entrichten, die allerdings waren hier jeden Cent wert.
Bevor mal die eigentliche Kirche betritt kann man den wunderschönen Kreuzgang besichtigen. Zauberhaft, wie ein orientalisches Märchen. Hier wurden Mitte des 13. Jahrhunderts die reichen Kaufleute Amalfis begraben.
120 Marmorsäulen tragen die Maurischen Bögen, alles wirkt sehr leicht. Die Wände waren mit wunderschönen Fresken ausgestattet. Heute kann man hier auch Mosaiken bewundern die von der byzantinischen Kanzel stammen, die früher einmal in der Kirche stand.

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Danach betritt man die Basilika, 596 als erste Kirche an dieser Stelle gebaut. Heute werden hier Kunstschätze und Reliquien ausgestellt.
Von dort steigt man in die große Krypta hinunter, hier werden die sterblichen Überreste des Apostel Andreas aufbewahrt.
Ein schöner Raum der Ruhe ausstrahlt, reich mit ausgeschmückt und ein völliger Kontrast zu der Basilika. Dass dies noch steigerungsfähig ist zeigte sich nach der nächsten Treppe, wir fanden uns in einer barocken Kathedrale wieder.

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Verlässt man das Gebäude sollte man den Blick über die Piazza Duomo noch genießen bevor man sich die 67 Stufen auf den Weg nach unten macht.

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Am Hafen noch ein kleiner italienischer Höhenflug, das Denkmal für Flavio Gioia, der hier als Erfinder des Kompass gefeiert wird. Scheinbar aber hat es den Mann nie gegeben und der Kompass wurde von den Chinesen erfunden-also geht abkupfern auch anders herum 😉
Wahrscheinlich ist, das es Seeleute aus Amalfi waren die den Kompass über den Orient dann mit nach Europa brachten.

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Unser Schiff kam pünktlich,, das klappte hier alles ganz hervorragend und unkompliziert, das ganze Gewirr in den Häfen war durchaus durchdacht und organisiert.
Die eine oder andere Yacht war auch zu bewundern.
Wir hatten tolle Sitzplätze vorne am Schiff und genossen die viel zu kurze Fahrt zurück nach Salerno.

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Mit jedem Tag kamen wir mehr zu dem Schluss alle Häfen noch einmal besuchen zu müssen.
Auf dem Rückweg zur Costa neoRiviera nahmen wir uns ein wenig mehr Zeit als am Morgen und freuten uns an der schönen Strandpromenade.
Ein wenig nutzen wir dann noch den Pool an Bord und dann besuchten wir Davide, den Kreuzfahrtberater um zu schauen ob wir unsere übernächste Kreuzfahrt günstig buchen können.
Wir hatten daheim schon gerechnet und waren auf zwei Probleme gestoßen. Der Premium Gutschein wäre bei Abfahrt älter als ein Jahr und laut dem Kleingedruckten muss die Kreuzfahrt innerhalb eines Jahres angetreten werden( früher 2 Jahre, danach Buchung innerhalb eines Jahres). Und 100€ Gutscheine die aber nur für Classic Kabinen einlösbar wären.

Aber es zeigte sich das doch an Bord so manches möglich ist so sind wir also doch wieder Premium Bucher
Es lohnt also durchaus an Bord mal nachzuhaken, wenn man die nächste Kreuzfahrt plant.
Äußerst gut gelaunt gingen wir zum Abendessen, wo wir einen schönen Tisch für uns alleine hatten und auf unsere übernächste Kreuzfahrt anstießen.

Kleiderordnung weiß, ab 22:30 war dann auch „La Notte bianca“ auf dem Pooldeck angesagt.
Nicht so großartig wie auf den großen Schiffen aber dafür in der Lautstärke erträglich und mit gut tanzbarer Musik. Es herrschte eine super Stimmung während die Costa neoRiviera den Hafen von Salerno verlies.

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Der Barservice klappte ausgezeichnet und auch das Barpersonal war gut gelaunt.
Wie saßen noch lange mit einigen Reisebekanntschaften zusammen, tanzten und genossen die laue Nacht an Deck.

weiter gehts nach Capri

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